Unterkünfte in Italien online finden – Italienische Webseiten

Wer meine kleine Serie über das Buchen von Unterkünften in Italien im Netz verfolgt hat, fragt sich sicher, warum ich Webseiten und Apps von anderen Kontinenten vorstelle. In der Serie ging es zunächst um die „Große Freiheit“ – das Finden und Buchen von Ferienhäusern und Ferienwohnungen auf von Stiftung Warentest für gut befundenen Seiten in Teil 1, in Teil 2 zu Ferienhäusern um spannendende, kleinere Seiten und in Teil 3 um Social Travelling, wo ich bei einer Zimmerbuchung Gastgeber oder Gastgeberin quasi mitgebuche, mit der ich mir während meines Aufenthaltes ihre Wohnung teile. Aber Halt: Müssten die Italiener nicht am besten wissen, wie und wo in ihrem schönen Land am besten zu übernachten wäre? Deshalb geht es heute im vierten Teil meiner Serie um italienische Websites für das Finden einer Unterkunft.

Vorteile italienischer Websites

Das erste Argument für italienische Websites ist wohl die Vollständigkeit. Auf ihren offiziellen Booking-Seiten stellen die  Regionen als öffentliche Akteure alle Unterkünfte dar, um ein vollständiges Abbild zu geben. Kommerzielle Interessen der Seitenbetreiber bestehen nicht, da es sich um öffentliche, oft aus EU-Töpfen mit finanzierte Projekte handelt. Der Vorteil: Flächendeckend werden alle vorhandenen Hotels, Pensionen, Bed&Breakfasts, Hostels und Agriturismi aufgeführt. Das ist ideal für Reisende, die schon eine genaue Vorstellung vom Urlaubsort haben.

Hinzu kommen lokale und regionale Expertise. Agriturismi (Bauernhöfe bzw. familiengeführte Pensionen oft mit Eigenproduktion diverser Lebensmittel) sind typisch für Italien und eine eigene Unterkunftskategorie. So bietet schon die Kategorisierung Aufschluss über die Destination.

Mein Fazit: Wer schon weiß, wo die Reise genau hingehen soll oder wer abgelegenere Regionen und unentdeckte Plätze vorzieht, sollte sich auf jeden Fall auf den italienischen Seiten umsehen.

Italien ist vielseitig!

Ein kleines Wortspiel sei mir erlaubt. Ich ahne es: Italien ist so vielseitig wie schön! Jede der zwanzig Regionen Italiens hat ihren eigenen Charakter, ihre eigenen Traditionen, oft einen eigenen Dialekt und gehörte vor nicht allzu langer Zeit vielleicht zu einem ganz anderen Königreich als die Nachbarregion. Diese Vielfalt spiegelt sich deutlich in den Buchungswebsites der italienischen Regionen wieder. Ein Beispiel: Die Region Piemont hat mit Booking Piemonte ein aktuelles und sympathisches, ein praktisches und mehrsprachiges Portal aufgelegt. Wer aber auf etwas Ähnliches unter Booking hofft, begibt sich stattdessen auf eine Zeitreise in die Frühzeit des Internets. Das Suchen und Finden der Booking-Seiten der italienischen Regionen bestätigt meinen Verdacht: Die Vielfalt der Regionen Italiens finde ich eins zu eins auf den Booking-Seiten der Regionen wieder.

Übersicht Booking-Seiten der Regionen Italiens

Für alle, die sich bereits entschieden haben, in welche Region Italiens es gehen soll, kommt hier die Übersicht der (offiziellen) Booking-Webseiten der italienischen Regionen. Los geht es – aus Richtung der deutschsprachigen Länder kommend – im Norden Italiens. Den Anfang macht der Nordwesen, dann folgen der Nordosten, Mittelitalien, Süditalien und die Inseln. Kleine Einschränkung: Für die Regionen Veneto und Ligurien habe ich keine Booking-Portale der Regionen gefunden und ergänze diese, sobald ich mehr weiß.

Der Nordwesten Italiens mit dem Piemont, dem Aostatal, Ligurien und der Lombardei:

Der Nordosten Italiens mit Südtirol und Trentino, Venetien und Friaul-Julisch-Venetien:

Mittelitalien mit der Emilia-Romagna, Toskana, den Marken, Umbrien, Latium, den Abruzzen und Molise:

Süditalien und Inseln:

  • Kampanien: Kein Booking-Portal, nur eine behelfsmäßig erscheinende Suche, die auf den ersten Blick nicht so viel bringt – wohl ein Gegenbeispiel für meine These vom Anfang, die Regionen hätten die vollständigeren Informationen
  • Apulien: Etwas versteckt, der Service „Wo übernachten“ auf der deutschsprachigen Variante der Regionswebsite Viaggiare in Puglia. Wer sich über „Empfangsbetriebe“ wundert – Unterkünfte heißen auf italienisch etwas bürokratisch strutture ricettive
  • Basilikata: Auch kein eigenes Portal, aber doch eine ausführliche Suchmaske – eventuell ist die italienische Version sprachlich weniger verwirrend als die deutsche
  • Kalabrien: Es gibt eine Art Übersicht, die für eine Suche weniger gut geeignet ist (zur Zeit funktioniert der Sprachwechsler nicht)
  • Sizilien: Seite der Region. Wer keine Schutzgelderpressung (pizzo) unterstützen will, orientiert sich lieber an der Liste von Addiopizzotravel – einer (leider) überschaubaren Reihe von Agriturismi und B&B
  • Sardinien

Zwanzig Regionen und jede hat ihren eigenen Stil! An meiner Liste hier wird sogar das viel beschriebene Nord-Südgefälle Italiens sichtbar. Der Norden Italiens punktet mit leicht navigierbaren, mehrsprachigen Portalen, auf denen die Suche garantiert schnell ein Ergebnis bringt. Der Süden ist auch, was die Booking-Portale angeht, unberechenbarer. Liegt an der Unberechenbarkeit nicht auch der Reiz des Südens? Ja, auch. Ich kann mich dem süditalienischen Charme wirklich schwer entziehen und bin seit meinem ersten Aufenthalt in Neapel immer noch verknallt in die Stadt. Trotzdem, da geht noch mehr! Bis es soweit ist, fülle ich ein bisschen die Lücke, die euch hilft, den für euch perfekten Ort in Italien zu finden, ob Süden oder Norden!

Roter Hahn – Auf dem Bauernhof in Südtirol

Weil einfach Spaß macht, was gut gemacht ist: Ein Aufenthalt auf einem Bauernhof in Südtirol mit den traumhaften Dolomiten vor der Linse geht ganz leicht zu buchen auf Roter Hahn. Dieses Symbol werdet ihr in Südtirol überall finden.

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Kategorien Reisetipps Übernachten

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Stefanie lebt mit italienischer Familie am Lago Maggiore, im Norden des Piemont. Einen Ort entdecken heißt alle Sinne nutzen – sehen, hören, zuhören, berühren, schmecken. Die Sprache sprechen kann Wunder bewirken oder ein Tanz zu lokaler Musik!

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