Vorsicht mit der Vorfahrt

Mit dem Fahrrad

Febbraio 2013 030Das Fahrrad (bici, bicicletta) wird in Italien auch außerhalb sportlicher Verwendung immer beliebter. Bei Fahrradwegen herrscht in Italien noch Aufholbedarf. In Großstädten gibt es kaum Radwege. Außerhalb der Städte (z. B. in Norditalien) ist das Rennradfahren auf den Straßen sehr populär. Die Sportler teilen sich die Straße mit dem Autoverkehr. In der Po-Ebene wird das Fahrrad auch als Verkehrsmittel genutzt. Italien als Radwanderland? Es spricht einiges dafür!

Verhaltensregeln für Radfahrer in Italien

Seit 2010 müssen Radfahrer, wenn sie nach Einbruch der Dämmerung unterwegs sind, eine reflektierende Warnweste tragen. Kinder bis 14 Jahre müssen Fahrradhelme aufhaben. Fahrradanhänger können mitgeführt werden, wenn Fahrrad und Hänger zusammen nicht länger als drei Meter sind (Gewicht max. 50 kg, max. Breite 75 cm, max. Höhe mit Beladung 1 m).

Klima und Reisezeiten

Frühjahr und Herbst sind die besten Jahreszeiten für eine Radreise in Italien. Im Sommer kann es sehr heiß, in der Poebene schwül werden. Im Süden Italiens bringt der Scirocco, ein trocken-heißer Wind aus Nordafrika hohe Temperaturen bis über 40 °C. Der Sommer ist als Urlaubssaison die Hauptreisezeit. Sehenswürdigkeiten und Küsten sind dann sehr voll.

Straßen und Verkehr

Der Norden Italiens ist stark zersiedelt. Viele Menschen pendeln mit dem Auto zur Arbeit. Staus kommen häufig vor. In der Po-Ebene wird das Fahrrad häufig als Verkehrsmittel genutzt.
Die Radwanderroute Ciclopista del Sole vom Brenner bis nach Sizilien über 3.000 km lang. Sie ist die erste von 14 Routen des geplanten nationalen Radwandernetzes Italiens. Die Ciclopista del Sole reicht derzeit bis nach Verona. Südlich davon existiert nur eine lückenhafte Ausschilderung der Route. Mit Landkarten und Reiseführern lässt sich eine Radwanderroute durch Italien auch ohne starken Autoverkehr planen. Eine Übersicht über die bestehenden Radwanderwege Italiens gibt piste-ciclabili.

Radfahrregionen in Italien

Die Po-Ebene (z. B. die Route entlang des Po „Destra Po„) eignet sich für alle Radfahrer. Toscana und Umbrien punkten mit herrlichen Altstädten, die sich meist auf Hügeln oder Bergen befinden. Auf Sizilien locken die große Zahl antiker Stätten und der Ätna. Das trockene Inselinnere ist nur dünn besiedelt, daher gibt es wenig Verkehr. Sardinien lohnt sich! Apuliens sanfte Hügel locken. Außerdem hat die Region am Stiefelabsatz keinen Durchgangsverkehr.

Mit dem Fahrrad in öffentlichen Verkehrsmitteln

Zug: Außer in Pendolino und Eurostar gelten verpackte Fahrräder als Reisegepäck. In den bici-Zügen werden Fahrräder im Gepackwagen oder -abteil mitgenommen. Dieses wird auf Anfrage vom Schaffner geöffnet. Generell wird für Fahrräder eine Zusatzfahrkarte (supplemento bici) gelöst (3 bis 5 Euro). In den Zügen des Fernverkehrs werden keine unverpackten Fahrräder transportiert.

Bus: Mitnahme von Fahrrädern nach Absprache

Weitere Informationen

Der italienische ADFC (fiabFederazione Italiana Amici della Bicicletta) bietet Informationen zum Radfahren in der Stadt (ital.) und zum Radwandern. Ausführliche Informationen auf Deutsch für die Radtour in Italien gibt es vom ADFC (Stand 2009). Eine Übersichtskarte (Italienisch) über das nationale Radwanderwegenetz bietet Bicitalia.

2 Comments

  • Reply
    Hans Kaufmann
    8. Februar 2014 at 23:15

    Hallo,
    will im Mai 2014 eine Radwallfahrt von Tettau (Bayern) nach Assisi machen. Erbitte dazu Infomationen wenn dies Ihnen möglich ist.

    Herzlichen Dank

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