Italien erlesen Toskana

Italien erlesen: Interview mit Max von Maremma Geheimtipp

Delfine auf einem Ausflug mit Meeresbiologen erleben, den Erfinder des Fischfangtourismus kennenlernen oder die schönsten Strände der Toskana verraten bekommen – Italienkenner, Autor und Blogger Max Fleschhut stellt auf seinem Blog Maremma Geheimtipp den wilden Süden der Toskana vor und macht Lust, sofort loszufahren…

  1. Mein erstes Mal Italien war – typisch Süddeutsche – ein Badeurlaub am Gardasee mit meinen Eltern. So richtig begeistert hat mich Italien aber erst durch mein Auslandsstudium in Bologna viele Jahre später. Und noch ein paar Jahre später durch meine Frau, eine Italienerin.
  2. Meine letzte Reise nach Italien führte mich, wie meistens, in die Maremma, den südlichsten Teil der Toskana. An Orten wie Pitilgiano oder Orbetello kann ich mich einfach nicht sattsehen. Zudem ist dieser etwas wildere, unberührtere Teil der Toskana von Urlaubern immer noch größtenteils unerforscht. Überhaupt bin ich in den beiden letzten Jahren kreuz und quer durch die Toskana gereist. Herausgekommen ist dabei mein Buch „99x Toskana – Wie Sie sie noch nicht kennen“, das meine Geheimtipps für die Region beschreibt.
  3. Überrascht hat mich in Italien die schiere Vielfalt. Fährt man zwei Stunden mit dem Auto von A nach B, ändert sich alles: die Landschaft, die Bräuche, der Dialekt, das Essen… Jeder Landstrich ist eine neue Welt, die es zu entdecken gilt.
  4. An Italien begeistert mich so viel: das Essen zum Beispiel. Man kann in Deutschland zur vermeintlich besten Pizzeria seiner Stadt gehen. Dann holt man sich in Italien an der nächsten Straßenecke ein Stück Pizza und es schmeckt locker doppelt so gut. Dann das Meer – überall sieht es anders aus: mal dunkelblau mit schroffer Felsküste, mal türkis mit feinem Sandstrand. Einer meiner Lieblingsstrände ist Cala Violina in der Südtoskana.

Calaviolina Foto Maremma Geheimtipp

  1. An Italien nervt mich die schlechte öffentliche Verwaltung. Viele kulturelle Sehenswürdigkeiten verfallen einfach, weil die zuständigen Behörden sich nicht darum kümmern.
  2. Mein Lieblingsort in Italien ist … oh, da gibt es viele. Eine Besonderheit ist zum Beispiel der Parco dei Mostri (Monsterpark) in Bomarzo, nicht weit von Rom entfernt. Im 16. Jahrhundert hat dort ein Adeliger eine Art Wundergarten mit riesigen, teils gruseligen Steinskulpturen errichtet.
  3. Nach Lesina in Apulien, ein Küstenort ohne Charme, muss ich nicht noch einmal fahren. Doch zum Glück sind rundherum wunderschöne Städtchen wie Peschici oder Vieste.
  4. Auf einem Roadtrip durch Italien fahre ich durch die Toskana und höre Zucchero!
  5. Wer Italien besser verstehen möchte, sollte natürlich mein Buch „99x Toskana“ lesen. Zumindest versteht er dann schon mal die Toskana etwas besser.
  6. Wer Italien kennenlernen möchte fährt … wohin er auch immer will. Italien ist so vielfältig, dass man selber entscheiden muss, was man sehen und erleben möchte. Für Kunst und Kultur ist Florenz ein ideales Ziel, zum Baden Elba, zum Wandern die Cinque Terre.
  7. Der wichtigste Satz auf Italienisch ist für mich: „Scusi, dove si trova …?“ Da viele Sehenswürdigkeiten nicht ausgeschildert sind (die schlechte öffentliche Verwaltung…), muss man sehr oft nach dem Weg fragen.
  8. Mein liebstes Italiensouvenir ist Olivenöl. Ich kauf das gleich immer in 5-Liter-Kanistern. 😉

Vielen Dank für’s Mitmachen!

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