Lombardei Städtereise

In Mailand: Corso Como und Porta Garibaldi

Der Kontrast könnte größer nicht sein: Auch Mailand war einmal ein Dorf, bevor es sich in die Designmetropole von heute verwandelte. Nirgendwo fällt dies deutlicher auf, als in der Umgebung von Mailands ehemaligem Stadttor Porta Garibaldi. Am gleichnamigen Bahnhof, an dem sich die Unicredit-Bank gerade eine imposante Zentrale errichtet hat, wird eben noch ein schmuckes neues Viertel fertiggebaut. Gleich dahinter beginnt die erste Adresse für Mailands Nachtleben: Corso Como.

Corso Como

Corso Como ist eine kurze Fußgängerzone voller Bars und Cafés, deren Potenzial Leute mit Essen und Getränken zu versorgen, auf seine Rolle im lebendigen Nachtleben der Stadt hinweist. Doch auch am Tage lohnt sich der Besuch. Besonders in der Nummer 10, einem der attraktivsten Gartenlokale überhaupt. Und nicht nur das.

Corso Como Mailand

 

Corso Como 10

10 Corso Como ist die Lady Gaga der Konzeptstores und überrascht mit einer exzellenten Auswahl an Begehrenswertem. Wer sich dort finanziell nicht zu einem Einkauf in der Lage fühlt, kann sich guten Gewissens dem Ausstellungsraum mit seinem wechselnden Angebot an moderner Kunst im Obergeschoss zuwenden – oder gleich dem entspannten Buchladen mit einer großen Auswahl an allem über und um Design.

Buchladen Corso Como 10

Porta Garibaldi

Am Ende der kurzen Corso Como betrete ich durch den Triumphbogen Porta Garibaldi das ursprüngliche Mailand. Errichtet an Stelle des alten Stadttors Porta Comasina, war die Porta Garibaldi zuerst dem Kaiser Franz I. gewidmet. Mit der Einigung Italiens 1861 durch Garibaldi erhielt es dessen Namen und ganz unkompliziert eine neue Widmung.

Porta Garibaldi Mailand

Wenn ich mich umwende fällt mein Blick noch auf die himmelwärts strebende Bankzentrale. Vor mir sehe ich eine charmante Kirche, die mir, wenn ich die Umgebung ausblende, fast dörflichen Charakter zu haben scheint.

Porta Garibaldi mit Unicredit

Kirche Santa Maria Incoronata Mailand

In den Wohngebäude auf dem Corso Garibaldi wiederholt sich der Kontrast von alt und neu. Die charmanten Geschäfte kommen ganz ohne weltbekannte Namen aus. Ich habe nicht das Gefühl, hier auf dieser kleinen Fläche Mailands alles schon erkundet zu haben. Sicher werde ich wiederkommen. Mich faszinieren diese Kontraste.

Wenn ihr nach Mailand kommt, habt ihr die Himmelsnadel an Bahnhof Porta Garibaldi (vielleicht schon aus der Luft) ausgemacht und wisst, dass ihr hier auf einem kurzen Spaziergang das alte und neue Mailand erleben werdet. Welcher Teil von Mailand gefällt euch besonders gut? Welche Kontraste gibt es dort?

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1 Comment

  • Reply
    Ein Tag für die Kunst in Mailand - Tipps für Montage
    3. August 2017 at 11:28

    […] definitiv Glück mit der Sicht – ein prächtiges Alpenpanorama zeichnet sich am Horizont ab. Die Nadel des neuen Unicredit-Sitzes ragt einsam in den Himmel. Nur ein Gebäude fällt mir ins Auge, dass das Missfallen der marmornen […]

  • Leave a Reply

    Kurzkontrolle: Bist Du ein Mensch? Danke ;) * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.