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Gorgonzola love

Du verfolgst mich bis auf meine Pizza. Ich möchte überall nur dich sehen – um meine Pasta, auf meinem Brot, denn du bist mein Favorit. Warum über diese Leidenschaft länger schweigen?  Es fällt dir leicht mir zu gefallen. Anders als all die anderen bist du, mit deinen blau-grünen Adern, im Aussehen einzigartig. Doch auch deine inneren Werte, das, was du auslöst in mir, liebe ich. Du bist subtil und interessant im Geschmack, aber keineswegs aufdringlich. Am liebsten ist mir noch deine Vielseitigkeit. Nur mit dir zaubere ich eine extravagante Soße in nullkommanichts. Du, du bist der beste Käse der Welt, Gorgonzola.

Eigentlich bin ich distanziert gegenüber Käsefanatismus, überschwänglicher Begeisterung, Rezeptorgien. Hier ist kein Food-Blog, das können andere besser. Aber ich bin Lokalpatriotin – immer für die Region, in der ich gerade lebe 😉 Der Gorgonzola ist ein Käse der Regionen Piemont und Lombardei. Dazu mag ich Vielseitigkeit und Komplexität des Gorgonzola-Käses. Die zaubern den Hauch des Besonderen über jede weitere Zutat.

Herstellung und Geschichte

Die Entstehung einer Käsesorte, wie wir sie heute kennen, ist stets an das Vorhandensein mehrerer Bedingungen geknüpft. Dies sind zum einen die Alpwirtschaft mit ihren lange gewachsenen Traditionen der Milchverarbeitung und der daraus entstehenden Erfahrung, zum anderen Lagermöglichkeiten für die Laibe. Für die Entstehung des Gorgonzola, der ursprünglich „der grüne Müde“ (ital. stracchino verde) hieß, waren dies das herbstliche Melken auf den Almen und Bergweiden (Tradition der Transhumanz) und Naturgrotten mit konstanten Temperaturen zwischen 6 und 12 °C wie in der Valsassina. Überall in den Alpen nutzten die Käser Schimmelpilze wie Penicillien für die Käseherstellung. (Keine Verbindung zu meiner Penicillinallergie: ich esse viel Gorgonzola, ohne Probleme zu haben.)

Gorgonzola wird aus pasteurisierter Milch aus den Ursprungsregionen hergestellt und hat eine cremig, weiche Konsistenz mit einem komplexen Geschmack. Die Käselaibe reifen 50 Tage für die milde Sorte (dolce) und über 80 Tage für die reife Sorte (piccante). Die charakteristischen Schimmeladern entstehen, weil dem Käse während des Reifens Schimmelpilze zugesetzt werden.

Links zum Objekt der Begierde

Karte Mitglieder des Gorgonzola-Konsortiums

Karte Mitglieder des Gorgonzola-Konsortiums, Quelle: www.gorgonzola.it

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5 Comments

  • Reply
    Elke
    5. August 2013 at 11:47

    Dein Gorgonzola hat mich neugierig gemacht. 🙂 Obwohl ich ja eher zur Parmigiano-Fraktion zähle. Allerdings hatte ich mal einen Freund im Ort Gorgonzola… 🙂 LG, Elke

    • Reply
      Stefanie
      5. August 2013 at 13:10

      Vom Ort Gorgonzola aus angetreten die Welt (friedlich) zu erobern … Sicher ein toller Freund, wenn er so vielseitig ist wie mein Lieblingskäse 🙂

  • Reply
    Friederike
    5. August 2013 at 16:11

    Bei Gorgonzola gibts bei mir nur eins: Reinlegen!!! 😉

  • Reply
    Lifestyle Italien
    28. August 2013 at 19:46

    Als Pastasauce mit Walnüssen und Brokkoli vermengt, schmeckt Gorgonzola auch besonders köstlich…

    • Reply
      Stefanie
      29. August 2013 at 09:27

      Vielen Dank, klingt lecker, das probiere ich heute gleich aus!

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